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Kalm erreicht ETERNIA

Autor: Markus Kerlin
Aus: dem Eternia - Stadt Projekt

Der Steg schwankt und die lebenden Körper gleichen schon automatisch die Bewegungen aus. Lange genug war die Fahrt um den Körper auf die Bewegungen auf dem Wasser einzustimmen. Das diese Seebeine natürlich Nachteile bei den ersten Schritten an Land nach sich zieht, ist einer "Landratte" erst dann bewusst, sobald er genau dieses Erlebnis macht.

Und so bewegte sich Kalm, ein Mensch aus dem Osten des Reiches der Erstgeborenen, auf den gepflasterten Bereich des Anlegers wie ein Betrunkener. Aus Stolz, und auch ein wenig Angst vor der großen unbekannten Stadt, hat er seine komplette schwere Ausrüstung angelegt und diese wirkte nun zusammen mit der Schwerkraft und seiner unausgereiften Bewegungsart gen Boden.

Kalm Um einen peinlichen Sturz zu vermeiden lehnt sich Kalm schnell mit dem Rücken gegen eine Wand eines Lagerhauses. Erst vermag er der Umgebung bewußt wieder wahrnehmen. Links das vertäute Schiff mit dem er hierher gekommen ist. Ein paar Schritte vor ihm ein windschiefes Haus und zur rechten führt die Strasse vom Anleger in die Stadt. Nach einigen Atemzügen prüft Kalm erfolgreich ob er stehen kann ohne wieder in Gefahr zu geraten zu fallen. Kurzerhand nimmt er wieder sein Beutel auf und marschiert rechts die Strasse hinunter.

Kalm kam nicht sehr weit. Als er die erste belebtere Straße betrat wurde Kalm von dem was seine Sinne aufnahmen fast erschlagen und betäubte ihn für einen Augenblick. Zwar ist Kalm in einer Stadt aufgewachsen, aber Artedaan ist nur wenig vergleichbar mit ETERNIA. Nach diesem kurzen, aber heftigen Moment findet sich Kalm in der Menge wieder die ihn einfach mit riss zu einem der kleineren Marktplätze. Wie ein Traumwandler bewegt er sich zwischen den Warenauslagen, den Marktschreiern, den Käufer und Verkäufern, den Gaffern, Dieben, Magden, Bettlern und allem anderen was einen Markt, und sei er noch so klein, ausmacht.

Eine Hand am Griff seines Schwertes, die Andere fest um den Beutel, gelang er ohne zu Wissen wieso zu dem Marktbrunnen. Mit einem Seufzen und der Hoffnung auf ein wenig Ruhe nimmt Kalm auf den Brunnenrand Platz. Das war einfach zuviel für ihn. Kalm ist trotz seiner wenigen Jahren für die Verhältnisse seiner Heimatstadt ein weltbewandender Kämpfer, der das eine und andere Abenteuer hinter sich gebracht hat, aber diese Stadt erfordert ganz andere Fähigkeiten von ihm. Ob er dieser Herausforderung gewachsen ist, wird sich noch zeigen müssen.

Zu Kalms Überraschung musste er nach einem kurzen Blick in die Runde feststellen, das sich auf dem Markt nur wenige andere Rassen bzw. Völker als die Menschen aus dem Reich der Erstgeborenen befinden. Diese Erkenntnis belebt eine Erinnerung, die sich darum drehte, das ETERNIA weitestgehend in inoffiziellen Stadtteilen aufgeteilt ist, in denen jeweils eine Rasse bzw. Volk das sagen hat. Für fremde Rassen kann es unter Umständen sehr gefährlich werden in diesen fremden Stadteilen sich aufzuhalten.

Beruhigt nimmt Kalm noch einen Schluck aus dem Brunnen, holt tief Luft um gleich wieder in die Menge einzutauchen. Er muss nämlich sich eine Übernachtungsmöglichkeit besorgen. Erst Morgen will er auf Entdeckungstour gehen und mit dem Beginnen wozu er die Reise auf sich genommen hat.

Die Suche nach der heiligen Reliquie des Luworem.


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