Author: Markus Kerlin
Stand: November 2006
Die Dinge die man einem TableTop zum Spiel benötigt, sind in zwei Kategorien zu unterteilen: Spielmaterialien und Figuren.
Ersteres sind ein individueller Bestandteil jedes TableTop, während Figuren zwar wichtig sind, aber doch einen etwas anderen Schwerpunkt haben, auf den weiter unten gesondert eingegangen wird.
Das wichtigstes vorweg.
Ein TableTop spielt man immer mindestens zu zweit. Man braucht einen Spielpartner dazu, was sich häufig nicht einfach gestaltet. Entsprechende Anlaufstellen findet man entweder im Internet auf den Fanseiten, wie z.B. Chronopia Deutschland, oder halt in örtlichen Spielorten, wie z.B. Fantasyläden oder Spielgruppen. Trotzdem sind Spielpartner nicht immer sofort zu finden und so müssen viele Spieler sich selbst darum bemühen, indem sie Freunde oder Bekannte ansprechen und sie zu einer Partie TableTop animieren.
Tips hierfür erhält man auch bei uns im Forum. Einfach mal Fragen.
Spielmaterialien
Im folgenden werden die für Chronopia benötigten Materialien vorgestellt. Die meisten verursachen kaum Kosten und sind für ein paar Euros erhältlich.
Regelwerk / Armeelisten

Ein Regelwerk Wesentliches Element jedes TableTops ist das Regelwerk auf deren Grundlage die Spiele durchgeführt werden. In diesem werden alle Spielaspekte beschrieben und an Beispielen erläutert, sei es Bewegung, Kampf, Moral, usw.
In den völkerspezifischen Armeelisten befinden sich alle Einheitenbeschreibungen mit Spielwerten, um ausgeglichene Spielarmeen zu erstellen.
Das deutsche Regelwerk und die dazugehörigen Armeeliste von Chronopia wurde von Chronopia Deutschland übersetzt und auf dieser Homepage kostenlos zum Download angeboten.
-> Ein Regelwerk in Spiralbindung - Beispiel für eine ausgedruckte Form des Regelwerkes.
Maßband

Maßband Ein Maßband wird bei einem TableTop benötigt um Entfernungen zu messen. Diese erhält man für ein paar Euro praktisch in jedem Baumarkt.
Wichtig, bei Chronopia benötigt ihr auf jedenfall ein mit Inch (=Zoll) Einteilung, da die Entfernungen bei Chronopia nicht in Zentimetern, sondern nach Inch (=Zoll) gemessen werden. Wer zufällig ein Games Workshop TableTop spielt und über die Zollstäbe aus den Grundboxen verfügt, sollte diese nutzen, da diese gut geeignet sind.
Würfel

W20 Würfel Fast jedes Spiel benötigt einen Glücksfaktor, der durch einen Würfelwurf dargestellt wird. Entsprechend wird auch für jedes TableTop Würfel benötigt. Reichen für viele Spiele die bekannten sechsseitige Würfel (W6), so sind in den letzten zehn Jahren immer mehr Systeme auf größere Würfel umgestiegen.
Bei Chronopia wird ein zwanzigseitger Würfel (W20) benötigt und zwar bei allen Würfen im Spiel.
Diese erhält man in entsprechenden Fachgeschäften, z.B. Fantasyläden, ebenfalls für wenige Euros in großer Auswahl.
Schablonen und Marker

Verwundungsmarker
von Chronopia Bei TableTops werden zu Darstellung bestimmter Situationen und für bestimmte Ausrüstungen / Zauber bestimmte Marker und Schablonen benötigt. Diese werden fast immer vom jeweiligen Spielhersteller gestellt und bestehen zumeist aus Pappe.
Chronopia benötigt eine erhebliche Anzahl an Schablonen und Markern, die man sich ebenfalls im Downloadbereich - Spielhilfen runterladen und ausdrucken kann. Manche der Marker kann man aber auch durch eigene Ideen ersetzen, so z.B. für Aktivierungsmarker einfach farbige Steine nehmen, o.ä.
Spielfläche
Zumeist finden die ersten TableTop Spiele auf dem Küchentisch oder eine ähnlichen Fläche zusammen mit Bücher, Gläsern oder anderen sofort greifbaren Gegenstände als Hindernisse statt.Da dieses auf die Dauer keinen Spass macht, empfiehlt es sich für einen Anfänger folgendes zu besorgen:
- ein großes grünes Tuch (für die Spielfläche)
- Vorlagen für Papiergebäude (gibt es im Internet zuhauf zum ausdrucken) mit Kleber und Schere
- Eine kleine Platte Styrodur aus dem Baumarkt
- Aus der Platte bastelt man mit einem Teppichmesser ein paar kleine Hügel die man grün anmalt.
- Ein paar günstige Bäume und Büsche aus dem Eisenbahnfachgeschäft die man auf kleine grün bemalte Pappunterlagen klebt.
Schon hat man eine anständige Spielfläche auf der es für einige Zeit sehr nett zugehen kann. Durch immer bessere Geländestücke kann man diesen Anfang erweitern und man merkt schnell dabei, das der Spielspaß entsprechend der steigenden Qualität immer mehr größer wird.
Unten ein Bild von so einem "einfachen" Spielfeld, welches in dem Artikel Spieltisch näher mit Bezug zu Chronopia erläutert wird.
Figuren
Viele TableTop Spieler haben in den jungen Jahren die ersten Schritte in dieses Genre mit einfachsten Mittel begonnen. Die wenigsten konnten sich sofort die nicht ganz billigen Figuren leisten und haben ersteinmal mit beschrifteten Papierschnitzel, Lego- oder Playmobilfiguren oder was man sonst zur Hand hatte gespielt. Auch später als gestandener Figurenbesitzer greift man immer wieder auf diese Hilfmittel zurück, wenn man eine andere Einheit testen möchte, bevor man groß in neue Figuren investiert.
Was damit gesagt werden soll, gerade von Anfängern wird nicht erwartet groß in Figuren zu investieren. Lernt ersteinmal das Spiel an sich und das Gefühl für ein TableTop kennen. Erst dann sollte man entscheiden mehr Geld auszugeben.
Sinn macht es, an schon gestandene TableTop Spieler heranzutreten und mit ihnen ein Testspiel zu machen. Die meisten haben ausreichend Figuren für zwei Armeen und sind gerne bereit ein Spiel mit einem Anfänger zu machen.
Armeewahl

Figuren von vier verschiedene Rassen
bei Chronopia. Bevor man losgeht und sich Figuren kauft muß man entscheiden welche Armee man spielen möchte. Die meisten Spieler spielen eine oder mehrere Armeen aber nicht alle. Auch wenn TableTops wie Chronopia finanziell den Spielern ermöglichen jede Armee zu spielen, bevorzugt man zumeist nur wenige.
Chronopia hat z.B. aktuell acht verschiedene Völker / Rassen, die sich darüberhinaus in insgesamt 17 verschiedene Armeelisten aufgliedern. Also freie Auswahl.
Rechts sieht ihr vier verschiedene Figuren von Chronopia, jede von einer andere Rasse. Informationen zu den einzelnen Rassen/Völker findet ihr auf den Völkerseiten.
Ein Beispiel für eine Armeeauswahl findet ihr hier.
Kosten
Miniaturen sind nicht billig. Die Figuren erscheinen zumeist in einer kleinen Auflage und bestehen aus Zinn. Rechnet also mit Preisen zwischen drei und zehn Euro für eine menschengroße Figur. Größere Modelle kosten ensprechend mehr.Ein paar Worte zur Beschaffung von Chronopia Figuren findet ihr im Artikel "Wo erhalte ich die Figuren?".
Bemalung

Stygianische Mumie Zum Spielen langt es Figuren zusammenzukleben. Dennoch sollte man mit der Zeit versuchen, da sie ja in der Regel blank verkauft werden, seine Figuren zu bemalen. Der Spielspaß mit bemalten Figuren ist erfahrungsgemäß um eine Potenz höher als mit unbemalten.
Hierzu benötigt man eigentlich nicht viel. Ein paar dünne Pinsel, einige Acrylfarben und Grundierspray. Trotzdem sind es natürlich zu Anfang unangenehme Zusatzkosten. Zum Glück verbrauchen sich die meisten Sachen nur sehr langsam, sodaß die Materialien im Vergleich zu den Figuren sich auf wenige Cent Beträge reduzieren. Ich selbst habe z.B. Farben, die älter als zehn Jahre sind.
Man sollte auch nicht abschrecken vor der Herausforderung des Bemalens. Natürlich würde gerne jeder gleich so gut Figuren bemalen wie die links dargestellte Mumie. Aber auch dieser Maler hat klein mit wenigen Farben angefangen und sich im Laufe der Zeit auf ein solches Niveau gesteigert. Einige sind dabei noch weiter gegangen und zu wahren Künstler geworden, die Szeneweit bekannt wurden.
Mit Simples Bemalen steht ein einfacher Malartikel zur Verfügung der sich gerade an Anfänger richtet.
Abschluß
Das wars eigentlich. Wer mehr Fragen zum Start ins TableTop-Hobby hat, kann sich gerne per Mail oder im Forum an erfahrene Spieler wenden.