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Figurenvergleiche

Die Bilder und Teile des Textes stammen von http://wk.frothersunite.com.

Einleitung

Auch wenn man bei Chronopia Figuren vom 25mm bzw. 28mm, also dem typischen, TableTop Masstab spricht, so gibt es sicher den einen oder anderen feinen Unterschied, den man am besten im Vergleich mit Figuren anderer Herstellern herausarbeiten kann.

Der Masstab einer Figur wird normalerweise an einer menschlichen Figur gemessen. Genauer gesagt einer stehenden menschlichen Figur. Man misst hierbei die Grösse zwischen Füsse und Augen der Figur und schon hat man die "normale" Grösse einer Miniatur die zumeist für die ganze Figurenserie gilt. Innerhalb einer Produktlinie kann es aber naturgemäss immer Abweichungen nach oben und unten geben.

Im TableTop Bereich stellt eine Grösse von 28mm den allgemeinen Standard dar. Mittlerweile sind aber mehrere wichtige Firmen, wie z. B. Games Workshop und Rackham, dazu übergegangen ihre Standardgrösse auf 32mm anzuheben.

Normale Figuren

Normale Figuren

Auf dem Bild sind von rechts nach links abgebildet:
  • Artizan Design's Araber.
  • Gripping Beast's Araber.
  • Black Tree / Harlequin's Fantasy Sarazen.
  • Chronopia Excelsior Entertainment's Orkischen Alchimisten.


Auf der Homepage von "White Knight" wurden gerade diese Figuren verglichen, da der Webmaster eine arabische Armee zusammenstellen wollte, die primär aus historischen, gewürzt mit einigen Fantasy, Figuren aufstellen wollte.

Normale Figuren

Das Artizan Design ist mit 26,7mm von den Füssen zu den Augen die kürzeste Figur der Aufzählung. Die anderen Minis bewegen sich genau auf der 28mm Grösse.
Sowohl Artizan und Gripping sind "historische" Figuren, die generell näher am Vorbild bleiben. Das sieht man vorallem an den weniger übertriebenen Waffen, aber auch an vielen anderen Aspekten die dazu führen, das man hier von "realistische" Ausrüstung und Haltung sprechen kann. Dadurch wirken viele Figuren im Vergleich mit Fantasy Figuren eher schmucklos und einfach. Jedoch sind sie häufig in grösseren Mengen und gut (vorallem historisch korrekt) bemalt eine eindrucksvolle Erscheinung.
Die Figuren von Artizan sind im Vergleich zu Gripping zumeist etwas kantiger, haerter designt. Auch Unterschiede bei der Grösse der Händen und Füssen sind zu erkennen.

Im Gegensatz zu den "historischen" Figuren sind Fantasyfiguren zumeist durch Übertreibungen geprägt. Einer der wichtigsten Gründe dafür ist sicher der anziehenden Eindruck, den solche Figuren auf dem Spielfeld hinterlassen, für den sie ja zumeist kreiert werden. Gerade Miniaturen eines so kleinen Masstabes neigen eher dazu unscheinbar zu wirken, wenn sie nicht durch Bemalung und Design etwas übertreiben. Daher hier die übergewichtige Waffe beim Ork bzw. den Stab beim Sarazenen, sowie eine Reihe anderer Details.

Man kann auf den Bild gut erkennen, das die Chronopia Figur recht einfach gehalten ist. Die Figur ist wirklich für das Spielen gedacht und weniger für Dioramen. Alle relevanten Bereiche der Miniatur sind beim Bemalen leicht zu erreichen. Die meisten Übergänge sind hart genug, sodass ungewünschtes vermischen verschiedenfarbig bemalter Bereiche leicht vermieden werden können. Ganz anders als beim Artizan Design. Die Anzahl der zu bemalenden Flächen der Chronopia Figur ist ausreichend begrenzt und somit kann man schon mit wenigen Maldurchgängen und verhältnissmässig wenigen Farben eine ansprechend bemalte Miniatur haben. Dieses sind alles typische Aspekte für eine reinrassige und gut designte TableTop Miniatur.

Pferde

Kaum ein Tier kommt in so vielen TableTop Systemen und Miniaturenreihen vor, wie ein Pferd. Es ist das Standardreittier und wird nicht nur von Menschen geritten. Daher macht es Sinn mal dieses Tier im Vergleich zu anderen Miniaturenserien zu sehen.

Früher gab es die Regel, das ein historisches Pferd schmal und klein ist, während man sich Fantasypferde gross und bullig vorstellen durfte. Der Ursache dürfte den ähnlichen Grund haben, wie oben bei den normalen Figuren schon beschrieben.
Heute ist die Einteilung wohl nicht mehr so einfach, lässt sich aber immer noch wie folgt kategorisieren: lächerlich gigantisches Fantasypferd, "Oldschool" Fantasypferd, das grössere und verfeinerte historische Ross und das winzige klassische historische Pferd.

Pferde

Die oben abgebildeten Pferde sind von links nach rechts:
  • Chronopia Excelsior Entertainment's Pferd. Genauer gesagt, vom Streitwagen der Erstgeborenen.
  • Games Workshop's Plastikpferd.
  • Crucible's Fantasy Pferd.
  • Grenadier/Nemo's elfische Ross.


Das Chronopia Pferd ist das Breiteste der vier Figuren, und das nicht, weil es vielleicht einen Panzer trägt. Es ist sehr massiv und wenig geeignet in einer Einheit mit anderen Pferden weiterer Herstellern zu stehen. Die Pferd von GW ist ein etwas älteres Modell das hier den "Standard" setzt. Diese einfachen, aus vierteiligen Plastik bestehenden Minis waren jahrelang die Kernausstattung vieler Kavallerieregimenter von Warhammer Fantasy Battle und haben daher den Fantasystandard bei Pferden geprägt. Das Crucible Pferd befindet sich von der Grösse in der gleichen Liga wie das GW Pferd. Nur ist es etwas dynamischer in der Pose und feiner herausgearbeitet. Das Grenadiermodell ist dazu eher sehr zierlich und klein und ist für ein Fantasypferd fast "historisch" zu bezeichnen.

Was man hier wieder gut erkennen kann sind die harten Übergänge (Decken, Schnüre, usw.) bei den ersten beiden Figuren, die von reinrassigen TableTop Serien stammen, und den ansatzweise eher leichteren Übergängen bei den anderen beiden Miniaturen. Diese Übergänge spielen sowohl beim Bemalen als auch in der Gesamtwirkung eine wichtige Rolle und die harten Übergänge sind für die meisten TableTop Figuren äusserst typisch.


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