Author: User etepetete
Quelle: www.gw-fanworld.net
Vorwort
Ich war im Modellbauladen und wollte für meine neue Spielplatte ein wenig Material kaufen. Da sah ich eine schicke Wachturmruine und passendes Mauerwerk. Schnell war die Idee geboren, auf dem Rand der Platte eine alte Befestigung zu plazieren.
Im normalen Massstab wäre das ganze zu wuchtig und da das in HO 1:72 ist, wäre es grössenmässig nicht zu sperrig.
Damit nun der zu kleine Massstab nicht auffällt, dachte ich mir, mü;sste man etwas mit der Perspektive arbeiten. Die ganze Befestigung auf einen hohen Berg, dann kommt ein wenig Entfernung ins Spiel und würde den verkleinerten Massstab rechtfertigen.
Gesagt, getutet...
Styrodurreste zusammengesucht und geschichtet...
Was wurde benötigt?
Neben den üblichen Bastel- und Malutensilien wie Styrodor für den Berg, Beflockung, Farben, Pinsel, usw. vor allem die Mauern und die Wachturmruine.Bei der rechts abgebildeten Wachturmruine handelt es sich um ein Modell der Firma Noch ( www.noch.de ), genauer gesagt um den Artikel 58340 "Wachturmruine" im Masstab H0 mit den Grössen 8 x 6 x 13 cm. Im Laden erhältlich für um die 13 Euro.
Die bei diesem Projekt genutzten Mauerresten sind Heki und waren ein Sonderposten des Modellbauladens. Man findet aber auch bei anderen Herstellern, wie zb. Noch, passende Mauern.
Bastelablauf

Die Styrodurplattenreste sind mittels Schaschlickspiesse zusammengesteckt.

Platten mit Leim zusammengeklebt und Stellen markiert an denen Wachturm und Mauerresten plaziert werden sollen.

Die Struktur ist zum Teil herausgeschnitten und in Feinarbeit experimentierweise mit einem Lötkolben nachbearbeitet worden.

Die steilen Felshänge sind durch eine Mauerstrukturplatte gestützt worden. Einfach nur steile Felswände wollte ich auch nicht. Hatte im Modellbauladen auch so was gestützes gesehen und es sagte mir sehr zu.

Der Turm und die beiden Mauerstücke wurden zusammengetackert *g* und dann alles verspachtelt. Nun ist es am trocknen.

Hier mal als Grössenvergleich mit zwei Warhammerminis vor dem Felsen. Der Felsen ist ca 20cm tief, 40 cm lang und ebenso hoch.
Der Fels ist soweit grundiert. Nun noch heruntergefallenes Geröll darauf verteilen und dann geht es mit dem Bemalen los.

Vergleich aus einer anderen Perspektive. Der grosse Felsen holt da einiges raus.
Bemalung, Beflockung
Die von mir aufgetragenen Struktur auf den Felsen ist eigentlich aus Bequemlichkeit entstanden. Die Überlegung war, es muss grundiert, gesandet und bemalt werden und darüber noch mit Leim um abbröckeln zu verhindern.
Hatte dann irgendwann Leim, Farbe, Wasser und Sand alles in einem Pot geschmiessen, eine etwas dickflüssige Sache, und das als Grundier- und Strukturfarbe genutzt. Damit waren alle Arbeitsschritte mit einmal erledigt.
Es lässt sich sehr dünn auftragen. Damit die Strukturen darunter zu erkennen bleiben, gleichmässig aber nicht zuviel Sand nutzen. Einfach überall hin "malen". Halten tut es wegen dem Kleber auch sehr gut und bunt ist es auch gleich. Kann man dann sofort zum Bürsten mit den anderen Farben übergehen.
Die dargestellten Ranken sind aus Moosschaumstoff. Diese haben so feine Flocken und damit es nicht so eintönig ausschaut, ganz leicht mit grauen statischen Gras dran. Sieht dann aus wie Dornen.

Das ganze hat Farbe bekommen...

Hier einmal fertig begrast mit Minis zum Vergleich. Wenn die oben stehen, fällt das mit der nicht passenden Grösse gewaltig auf. *g*

Soweit fertig. Es sollen auf jedenfall noch Büschen oder Tannen hin, die von unter nach oben hin immer kleiner werden, um den Effekt des Felsen zu verstärken. Zudem soll noch ein abgewracktes Banner an den Turm um dem ganzen eine etwas finstere Atmosphäre zu geben.

Ein Detailbild von der Mauer beim Turm.

Detailbild einer Mauer im Felsen.
Die Ranke musste da hin, da dort zwei Platten ineinander übergehen ... aber auch, um es nicht zu nackt aussehen zu lassen. Ich überlege noch, ob hölzerne Stützpfeiler da noch hinein passen, die die Mauern wieder etwas hevorheben.